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Irmela Mensah-Schramm, Kurzvita

 Irmela Mensah-Schramm (Jg. 1945), Erzieherin (lange Zeit tätig in einem Heim für 'schwer erziehbare' Kinder), kam im Jahre 1975 zu amnesty international, war aktiv in der Friedensbewegung (nahm auch an vielen Demonstrationen teil) und wurde im Jahre 1981 Mitglied der Grünen (damals noch AL = Alternative Liste) in Berlin.

 Ihr Engagement gegen Nazi-Aktivitäten und speziell gegen Nazi-Schmierereien begann im Jahre 1986. Für ihr Engagement erhielt sie auf Vorschlag des Berliner Schulsenators im Jahre 1994 die Bundesverdienstmedaille verliehen.
Ein Klick auf das nebenstehende Bild führt zu einem Videoclip mit einem Portrait über Mensah-Schramm aus dem Jahre 1997 (Magazin 'Frau-TV', WDR). Zum Ansehen des Videoclips (12,4 MB) benötigen Sie das Programm RealPlayer (falls Sie dieses Programm noch nicht besitzen, können Sie es unter www.real.com kostenlos herunter laden).

 Im Jahre 1992 kam es zu einem Zwischenfall auf dem Gelände der Deutschen Bahn: Während sie mal wieder Nazi-Schmierereien entfernte, wurde sie von einem Beamten des 'Wachschutzes' (Deutsche Bahn), dessen Aufgabe darin besteht, Schmierereien an Zügen und Gebäuden der Deutschen Bahn zu verhindern, so schwer angegriffen, dass sie zur Behandlung ins Krankenhaus musste. Sie wurde anschließend wegen Sachbeschädidung und Hausfriedensbruch angezeigt (das Verfahren wurde allerdings eingestellt).

 Im Jahre 1999 wurde sie Zeuge, wie Polizisten brutal gegen einen jungen Mann vorgingen, der friedlich eine Mahnwache hielt. Sie mischte sich ein und es kam zu einer Rangelei. Das Verfahren gegen die Polizisten wurde eingestellt. Sie jedoch erhielt wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt einen Strafbefehl in Höhe von DM 2.500,-. Es kam zu einer Gerichtsverhandlung, und sie wurde verurteilt. Erst anlässlich der Berufungsverhandlung zog die Staatsanwaltschaft die Anklage zurück und stellte das Verfahren ein.

Dr. Peter Niehenke
20. 11. 2004